Quälende Fragen

In der vergangenen Woche habe ich ja erzählt, dass ich die Romanidee jetzt schriftlich ausformuliere.

Dabei stellt sich die Frage, ob die Idee gut genug ist, um auf dem Buchmarkt Absatz zu finden, das heißt im Klartext:
Interessiert meine Geschichte einen Leser?

Ist meine Romanidee interessant genug?

Jeder Stoff ist ja schon einmal in irgend einer Form und auf irgend eine Weise geschrieben worden. Damit muss ich mich abfinden. Ich schreibe also über ein Thema, das hundert andere Autoren vor mir schon behandelt haben.

Meine Aufgabe ist es also nicht, einen völlig neuen, noch nie dagewesenen Stoff zu schreiben, das ist schon gar nicht möglich, sondern, den Stoff neu zu verpacken, ihm quasi ein neues Kleid zu geben.

Sehen wir uns das ganze doch mal anhand der Kriterien eines marktfähigen Manuskriptes an:

Es gibt eine Hauptfigur in der Geschichte, nämlich Kriminalhauptkommissar Hendrik Kammhuber.

Und genau hier kommen mir bereits die ersten Zweifel.
Die Figur soll zur Identifikation des Lesers einladen. Der Leser soll Gefallen und Lust daran finden, mit Hendrik zu leiden, zu lachen und sonst noch was.
Aber lädt Hendrik Kammhuber zur Identifikation ein?
Ich weiß es nicht. Ich habe die unterschiedlichsten Menschen dazu schon befragt, und habe ebenso viele Meinungen erhalten, wie ich Leute befragt habe.
Das ist es also auch nicht.
Was muss eine Figur haben, oder auch nicht haben, damit sie zur Identifikation einlädt?
Ich weiß es noch nicht.

Deshalb ehe ich weiter in der Checkliste der Kriterien der Marktfähigkeit eines Romans.

Die Figur muss aktiv ein Ziel verfolgen.
Hendrik Kammhuber verfolgt aktiv ein Ziel, er ermittelt in einem Mordfall.

Es gibt einen äußeren Konflikt, der in handlungsreichen Szenen gestaltet ist.

Einen äußeren Konflikt gibt es.
Handlungsreiche anschauliche Szenen?
Diese Frage kann ich noch nicht beantworten. Ich werde mir beim Schreiben Mühe geben, die Szenen so handlungsreich und anschaulich zu beschreiben, dass der Konflikt, oder die jeweiligen kleineren Konflikte, für den Leser nachvollziehbar sind.

Die Handlung ist in sich geschlossen und hat ein klares Ende.

Die Handlung ist klar und hat auch, zumindest was den Main Plot betrifft, ein abgeschlossenes Ende. Der Mordfall wird gelöst und der Täter gefasst.
Also sprechen wir auch von einem Happy End.

Die Chronologie der Szenen folgt der linearen Zeit.

Auch dieses Kriterium ist erfüllt, denn es wird in der Geschichte keine Zeitsprünge geben. Die Szenen folgen zeitlich alle aufeinander.

Der Schauplatz ist ein interessantes Milieu, das die Fantasie anregt.

Der Schauplatz wird vor allem München sein. Genauer gesagt das Olympiadorf, wo der ermordete junge Mann lebt, Sendling, wo Hendrik Kammhuber eine kleine Staatsbedienstetenwohnung bewohnt und Großhesselohe bei München, wo das Ehepaar Winter lebt.

Die Herausforderung ist nun, diese Schauplätze, die an sich nichts Außergewöhnliches an sich haben, so interessant in die Geschichte einzubinden, dass sie für den Leser einen gewissen Reiz haben.

Das Olympiadorf hat für mich immer schon einen Reitz gehabt, weil es sich wie eine Geisterstadt in die Umgebung von Schwabing einfügt. Ich finde, es ist ein guter Schauplatz, um einen Mord zu begehen.

Die Geschichte folgt dem Prinzip der Kausalität.

Dieser Anforderung werde ich mich bei der Planung der einzelnen Plotstränge, Main Plot und Sub Plots stellen müssen, denn die Handlungen der Figuren haben nachvollziehbare Motive. Diese gilt es herauszustellen. Sie müssen sich logisch aus dem Vorangegangenen ergeben.

Eine Szene geht für den Leser nachvollziehbar aus der anderen hervor.

Die Haupthandlung findet auf einer konsistenten Realitätsebene statt.

Die Haupt-/Handlung, findet im München von Heute, 2020, statt. Somit gelten die Prinzipien, wie wir sie kennen, der Bau einer besonderen Welt ist nicht notwendig.

Die Geschichte erzählt anschaulich unter Einbeziehung aller fünf Sinne. Dialog

und Handlung wechseln sich ab.

Diesem Kriterium werde ich bei der Plot Planung Rechnung tragen müssen.

Der Plot hat eine nachvollziehbare Struktur mit Anfang, Mitte, Höhepunkt und

Ende.

Auch hierauf wird bei der Plot Planung einzugehen sein. Soweit ich das jetzt beurteilen kann, sind diese Punkte allesamt, und damit das Kriterium, erfüllt.

Klare Genrezuordnung.

Der Roman ist ein Krimi, genauer gesagt ein psychologischer Krimi.

Fazit:

Legt man diese Kriterien als Maßstab an, müsste ich doch einen marktfähigen Roman schreiben.

Ob dem wohl so ist?

Das wird sich im Laufe des Schreibprozesses zeigen.

Auf jeden Fall verhindert eine so klare Definition eines marktfähigen Romans, der Absatz findet, nicht das Auftauchen quälender Fragen.

Nachfolgeprojekt

Nachfolgeprojekt

Ich bin Elke Irimia.
Wer mich von

www.zukunft-schreiben.de

kennt, weiß dass ich in diesem Blog über Hendrik Kammhuber schreibe.

Hier gibt es in den kommenden Monaten auch, unter der Kategorie „Nachfolgeprojekt“, das Journal zum zweiten Teil der Reihe um Kriminalhauptkommissar Hendrik Kammhuber.

Im Augenblick bin ich noch in der Planungsfase. Ich gehöre nicht zu den Discovery Writern, sondern, wie dem vorangegangenen Satz zu entnehmen ist, zu den Planern.

Ein Plan ist wie ein Gelender, an dem ich mich beim Runterschreiben des Romans entlanghangele. Er gibt mir Halt und die Sicherheit, dass ich mich nicht hoffnungslos verzettele und verlaufe.
Ein bisschen laufen lassen muss ich es schon manchmal, denn oft geben die Figuren keine Ruhe, wenn es nicht nach ihrem Kopf läuft. Kein Problem: Wenn es nicht passt, kann ich es bei der Überarbeitung dann streichen.

Im Moment stehe ich noch ganz am Anfang. Das heißt für mich, ich habe eine Idee, die im Kopf gereift ist. Nun wird sie ausformuliert.

Überarbeitung des Manuskripts oder always kill your darlings

Überarbeitung des Manuskripts oder always kill your darlings

Früher habe ich es gehasst, bei der Überarbeitung des Textes zu kürzen oder gar ganze Szenen völlig zu streichen. Das lag häufig daran, dass ich kein Gefühl hatte, welche Szenen ich streichen sollte.

In den letzten Tagen habe ich beim Kürzen eine Befreiung erlebt. Es war richtig wohltuend zu sehen, wie das Streichen der Szenen die Spannung im Text gesteigert hat.

Mein Gefühl hat miraufgegeben, den Text einmal ohne die betreffenden Szenen zu lesen.
Strreichen soll man ja die Textstellen, die entweder nichts zum Text beitragen oder den Text aufblähen.
In Fall derSzenen, die ich gestrichen habe, hat das Streichen zwar dazu geführt, dass der Leser die Informationen aus den entsprechenden Stellen nicht hat, dafür jedoch eine Steigerung der Spannung bekommt.

Damit ist das Projekt erst einmal abgeschlossen, denn ich habe es heute meiner Lektorin geschickt und warte nun auf ihr Feedback.

Dann geht es hier wieder weiter.

Keine Bange, ihr müsst aber nicht warten bis ich eine Antwort von ihr habe.

Schon am Montag werden in der Kategorie „Nachfolgeprojekt“ die Posts zu einer neuen Geschichte um Hendrik Kammhuber kommen.

Zum Inhalt

Endlich ist es so weit

Heute erfahrt ihr schon ein wenig zum Inhalt. Der Roman trägt den Arbeitstitel:

„Lügen strafen“.

Aber wie das mit arbeitstieteln so ist, kann er sich ja am Ende noch ändern. Was bleibt, ist aber der Inhalt.

In seinem ersten Fall wird Kriminalhauptkommissar Hendrik Kammhuber zu einem Tatort im Münchener Stadtteil Pasing gerufen. Seit mehreren Wochen liegen dort vier Leichen. Der Täter hat sie auf bestialische Weise getötet. Kammmmhuber versucht die Botschaft des Täters zu enträtseln und wird dabei auf eine Weise mit der eigenen Biografie konfrontiert. Als zwei Personen entführt werden, drohen ihm die Ermittlungen zu entgleiten.
Gelingt es Hendrik Kammhuber den Täter zu finden und die Geiseln zu retten?

Ein fesselnder psychologischer Kriminalroman im Stil von Åke Edwardson oder Jussi Adler-Olsen.

Überarbeitung – Tag 3

Es gibt wieder News von Hendrik Kammhuber

Heute war es also so weit!

Ich habe meine Inhaltsangabe, mein Treatment, eine Figurenaufstellung und die Personalakten der sechs wichtigsten Figuren an meine Lektorin geschickt.

Eben hat sie mir geantworten.

Sie möchte sich jetzt in mein Romankonzept und meine Figuren einarbeiten.

Nun heißt es warten. Ich bin auf ihr Feedback gespannt.

Davor war ich Essen:

Kennt ihr das?

Eich war mit einer Freundin bei Running Sushi.

Das war ganz spannend.

Allerdings konnten wir manchmal nicht schnell genug reagieren und das Band lief einfach weiter. Manchmal hat sich aber auch schon jemand vom Tisch vorher geschnappt, was uns zustand.

That’s life.

So:

Vollgefuttert, satt und zufrieden mit meines Tages Werk gehe ich nun ins Bett.

Überarbeitung – Tag 2

Eben bin ich mit Kapitel 37 fertig geworden. Insgesamt habe ich heute 56 Szenen für mein Treatment neu gepicht. Das Treatment, das ich jetzt erstelle, gefällt mir fast besser als das alte. Nun liegten noch 45 Szenen vor mir, die ich morgen pitchen möchte. Dann werde ich die Dateien an meine Lektorin schicken und der Dinge harren, die da noch kommen.

Auf jeden Fall, finde ich, habe ich mir jetzt eine Belohnung verdient.

Wieder ein Schokoschneemann?

Ja.

Macht’s ‚s gut, servus

Überarbeitung – Tag 1

Hallo zusammen,

es ist vierzehn Minuten nach elf Uhr in der Nacht, und eben habe ich das zehnte Kapitel in meinem Treatment beendet.

Heute beginnt ja die Zusammenarbeit mit meiner Lektorin.

Sie möchte eine Personalakte überden Protagoisten, den Antagonisten und die wichtigsten anderen Figuren haben. Die hatte ich ja schon angelegt.

Dann möchte sie noch ein Exposé haben. Auch das ist so gut wie fertig.

Was noch fehlt ist das Treatment. Das hatte ich zwar angelegt, bevor ich mit dem Schreiben angefangen habe, aber während des Schreibens habe ich es nicht mehr dem veränderten Text angepasst.

So war ich heute richtig produktiv.

Zur Belohnung gibt’s jetzt einen kleinen Schokoschneemann. Ok. Das ist jetzt vielleicht nicht so gut, also gesundheitsförderlich, aber egal. Belohnung muss sein!

Dann bis morgen

Hendrik Kammhuber

Schreiben heißt Siegen

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https://hendrikswelt.wordpress.com

Start

Endlich ist es so weit

Am fünften Januar 2020 fällt der Startschuss.

Dann geht es mit den Beiträgen über Hendrik Kammhuber los.

Hendrik Kammhuber

E-Mail: hendrik.kammhuber

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